Social Entrepreneurship Akademie
 

Erste Tipps für Gründungsinteressierte - Trainingskarten für Social Entrepreneurs

 


Erste Tipps für Gründungsinteressierte

Social Entrepreneurship

Die meisten angehenden Social Entrepreneurs beschäftigen zu Beginn oft sehr ähnliche Fragen. Aus unserem Erfahrungsschatz haben wir deshalb einige Tipps und erste Antworten zusammengefasst. Diese können in der frühen Gründungsphase hilfreich sein. Je mehr allgemeine Fragen Sie bereits im Vorfeld des Erstgesprächs geklärt haben, desto detaillierter können wir auf Ihre individuellen Herausforderungen eingehen. 

Social Entrepreneurship
 

Bin ich ein Social Entrepreneur?

Der Begriff Social Entrepreneurship ist grundsätzlich dehnbar definierbar und hängt nicht nur von Fakten wie dem Geschäftsmodell, sondern auch stark von der inneren Motivation der Gründer ab. Eine Orientierungshilfe, ob Ihr Projekt in den Bereich des Social Entrepreneurship zugeordnet werden könnte, bieten folgende Anhaltspunkte:
  • Sie sind motivierte und engagierte Gründer und wollen mit unternehmerischen Mitteln ein gesellschaftliches Problem möglichst großflächig lösen oder lindern
  • Der Hauptzweck Ihres Vorhabens ist es, ein gesellschaftliches Problem zu lösen, erst danach folgt das Ziel finanzielle Rendite zu erzielen
  • Hinter Ihrer Idee steht ein Geschäftsmodell, mit dem in Zukunft regelmäßig Einnahmen oder Spenden generiert werden, um die Organisation finanziell langfristig tragbar zu machen
  • Der Social Impact (die gesellschaftliche Wirkung) Ihres Vorhabens ist greifbar und messbar (z.B. anhand der Anzahl erreichter Personen)
  • Ihr Konzept lässt sich klar von ähnlichen Projekten im deutschsprachigen Raum abgrenzen (Unique selling proposition/USP)
  • Ihr Ansatz ist multiplizierbar und übertragbar und Sie streben eine Skalierung langfristig an (d.h. die Lösung soll geographisch und personenbezogen verbreitetet werden können).
  • Ihre Organisation ist einem der folgenden Themengebiete zuzuordnen:
    • Innovative soziale Dienstleistungen und Produkte (gesellschaftliche Randgruppen, Arbeit und Bildung, Kinder, Jugend, Behinderte und Senioren)
    • Ökologie (neue ökologische Technologien und Dienstleistungen, Natur- und Artenschutz, Ernährung und Verbraucherschutz, Umweltschutz)
    • Gesellschaftliche Aufklärung und Entwicklung (z.B. Demokratie, Menschenrechte)

Welche Rechtsform ist die richtige für mich?

Grundsätzlich folgt die Rechtsform den Anforderungen Ihrer Geschäftsidee. Welche Rechtsform Ihr Social Business schließlich haben soll, gehört daher nicht zu den ersten Überlegungen, die Sie anstellen sollten. Wichtiger ist am Anfang, sich darüber klar zu werden, wie Ihr Geschäftsmodell aussehen soll, daraus lässt sich später die Rechtsform ableiten. 
Vom eingetragenen Verein (e.V.), einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH), einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft (gUG) bis hin zu klassischen Rechtsformen wie der GbR oder regulären GmbH sind alle Rechtsformen grundsätzlich möglich. 
 
Immer häufiger finden sich Hybridkonstrukte wie z.B. der eingetragene Verein plus GmbH oder AG etc.

Wie bekomme ich den Gemeinnützigkeitsstatus?

Eine gute Quelle für die Voraussetzungen der Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft finden Sie hier.
Eine grundsätzliche Möglichkeit für angehende Social Entrepreneurs ist es, eine kostenlose Erstberatung bei einem Anwalt für Steuerrecht oder einem Steuerberater wahrzunehmen.
 

Welche Möglichkeiten gibt es, sich mit anderen Social Entrepreneurs zu vernetzen?

Jeder Interessent kann sich für den Newsletter der Social Entrepreneurship Akademie anmelden, in dem Abonnenten monatlich über Veranstaltungen, Ausschreibungen, Wettbewerbe und alles Wissenswerte rund um das Thema Social Entrepreneurship informiert werden.
Weitere Informationen, zum Beispiel zu Veranstaltungen auf denen Sie sich mit anderen Entrepreneurs vernetzen können bieten auch die Newsletter der Gründerzentren der Münchener Hochschulen.

Wie komme ich an Geld?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten ein Social Business zu finanzieren. Mögliche Finanzierungsformen reichen von bedingungslosen Spenden bis hin zu Wagniskapital, Crowdsourcing oder Crowdfunding.

Wichtig zu wissen ist, dass jeder Geldgeber die Idee und das Team dahinter erstmal ausführlich kennenlernen möchte. Dieser Kennenlernprozess kann langwierig sein und auch mal ein Jahr dauern. Jeder Gründer sollte sich im Vorfeld von Gesprächen über seine Finanzierung darüber Klarheit verschaffen, wann wie viel Kapital benötigt wird und welche Finanzierungsform zum Projekt passen könnte.
 
Grundsätzlich liegt es aber auch in der Natur des Social Entrepreneurship, Projekte auch ohne oder mit möglichst wenig Geld zu denken, um Kosten so weit wie möglich zu reduzieren und gleichzeitig die Augen nach möglichen Einnahmequellen innerhalb des Social Business (über das Geschäftsmodell) immer offen zu halten. 

Die Social Entrepreneurship Akademie vermittelt selbst keine Fördergelder an Projekte. Die Förderlandschaft in Deutschland ist mit über 19.000 Stiftungen sehr umfassend. Gute Anlaufstellen für die Suche nach Geldgebern sind Verzeichnisse wie www.stiftungen.org oder www.foerderdatenbank.de.
 

Was ist der Social Reporting Standard (SRS)?

Der Social Reporting Standard gibt Sozialunternehmen einen Rahmen für ihre Berichterstattung vor. Er hilft Ihnen insbesondere dabei, die Wirkungskette Ihrer Angebote zu dokumentieren und zu kommunizieren und ist deshalb hilfreich für das Gewinnen von Förderern.

Der Wirkungsbericht nach SRS ist ein Reporting Instrument, das für Social Entrepreneurs maßgeschneidert ist. Er liefert Informationen über die Art und Weise wie Social Impact erzeugt wird und schafft Transparenz über die Organisation. Dies ist besonders für Investoren interessant. Der SRS ersetzt nicht den Business Plan, auch wenn einige Passagen ähnliche Inhalte haben.

Ausführliche Informationen zum SRS finden Sie unter
www.social-reporting-standard.de.
 

 
 

Trainingskarten für Social Entrepreneurs “Von der Idee zur Umsetzung”


Die Trainingskarten

Die vielseitig einsetzbaren Trainingskarten (ähnlich einem Spielquartett) bündeln praktisch anwendbares Wissen erfolgreicher Sozialunternehmer und bieten Ihnen somit die Möglichkeit, aus dem Erfahrungsschatz anderer Entrepreneurs zu profitieren. Die Karten dienen als Denkanstoß und helfen dabei, typische Herausforderungen beim Start eines Sozialunternehmens spielerisch zu meistern. Die Trainingskarten wurden mit Unterstützung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft entwickelt. Zur Bestellung.

 
"Die Karten sind für mich sehr vielseitig einsetzbar. Ob zur Lösung von Teamkonflikten, um neue Perspektiven einzunehmen, ob Teambuilding, Impulse zur Strategiefindung oder Reflexion. Ein wahrer Schatz, der da entwickelt wurde!”

Zielgruppe

Die Trainingskarten dienen Projektinitiatoren, die ihre Ideen umsetzen wollen sowie bestehenden Start-Ups, um ihren Start ins soziale Unternehmertum erfolgreich zu gestalten. Die kategorisierten, praktischen Tipps von erfolgreichen Vorgängern können gerade zu Beginn der Aktivitäten wertvolle Impulse liefern. Aber auch innerhalb von Coachings und Beratungsangeboten sowie im Bildungsbereich können die Trainingskarten zum Einsatz kommen.

Anwendung

Die Trainingskarten sind flexibel einsetzbar und auf unterschiedliche Situationen und Bereiche übertragbar. Sie ermöglichen jedem Akteur, erprobte Handlungsmuster schnell zu erfassen und mittels unterschiedlicher Methoden auf das eigene Projekt anzuwenden. Die Karten bieten Impulse in sechs Kategorien und können so gezielt innerhalb bestimmter Themenbereiche oder in einer bestimmten Phase im Entwicklungsprozess eingesetzt werden.

Anwendungsworkshop

Aktuell entwickeln wir einen Workshop zur Anwendung der Trainingskarten, der diesen Sommer erstmals durchgeführt wird. In diesem Workshop lernen Sie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Trainingskarten gezielt kennen. Dies befähigt Sie dazu, die Karten in Trainings, Coachings, Team-Sitzungen und auch alleine für sich selbst ideal einzusetzen und so den größtmöglichen Lerneffekt zu erzielen. Abonnieren Sie unseren Newsletter und bleiben Sie über aktuelle Workshop-Termine informiert.

„Die einzelnen Fragestellungen lassen sich nicht nur im Gründungskontext anwenden, sondern auch im allgemeinen Projektgeschäft.“


Bestellung

Das Trainingskarten-Set enthält 36 Trainingskarten in sechs verschiedenen Kategorien sowie ein Anleitungsheft, das einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten bietet. Über untenstehendes Formular können Sie die Trainingskarten zum Preis von 29,00 € (zzgl. Versand) direkt bei uns bestellen. Sie erhalten im Anschluss eine E-Mail, die über die Zahlungsmodalitäten informiert. Dies kann bis zu einer Woche dauern.
Hier finden Sie nochmal alle Informationen rund um das Kartendeck kompakt zusammengefasst.
 
Bei einer Bestellung von mehr als 10 Kartendecks erhalten Sie ein weiteres Exemplar von uns als Geschenk.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Kristina Notz.

Bestellformular

 

 

 
 

 Kontakt

Social Entrepreneurship
Anna Dörner - Social Entrepreneurship Akademie

Anne Doerner
Gründungsförderung

Tel.: 089.5505 0629
anne.doerner@seakademie.de

 

 


 

 

Eine Kooperation der 4 Münchner Hochschulen